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Hallo liebe Li.fa Freund*innen,

nach längerer Abwesenheit möchten wir uns nochmal mit einem Newsletter bei euch zurückmelden. Kurz vor Jahresende soll es ja eigentlich ruhiger zugehen, bei uns geht’s aber gerade mächtig rund!

Nachdem wir uns über viele Monate gefühlt im Kreis gedreht und u.a. auf Verhandlungsergebnisse und Zusagen gewartet haben, geht‘s jetzt an allen Ecken und Enden vorwärts. Nun müssen wir nicht mehr darauf achten, dass sich unser Elan nicht in Frustration wandelt, sondern aufpassen, dass es uns nicht zerreißt.
 So viel schon mal vorab: der Ankauf der alten Likörfabrik ist zum Greifen nah!

Wir hatten unter anderem Termine in großer Runde mit dem Bezirksamt, Denkmalschutzamt und den Vertreter*innen von Arne Weber (Eigentümer der Likörfabrik). In dem wir verschiedenste Zusagen bekommen haben. Nach einigem Hin und Her, steht dem Wohnrecht auf den Grundstücken jetzt nur noch ein verhältnismäßig unkomplizierter Bauvorbescheid im Weg, statt eine mehrjährige Änderung des Bebauungsplans mit ungewissem Ausmaß. Doch zum Feiern ist uns [fast;)] keine Zeit geblieben, denn knapp 2,5 Jahre nach unserem ersten Gesprächsangebot haben sich Arne Weber und seine Vertreter*innen endlich dazu durchgerungen, sich direkt mit uns zu ersten Verkaufsverhandlungen zu treffen. Weitere Gespräche mit Arne Weber werden folgen, da wir uns noch nicht in allen Punkten geeinigt haben, doch wir arbeiten mit Hochdruck daran, eine Möglichkeit zu finden, die Likörfabrik schnellstmöglich zu kaufen. Geholfen hat uns dabei auch unser Partner die Lawaetz Stiftung die uns tatkräftig berät.

Und auch, wenn natürlich noch nichts in trockenen Tücher ist, sind wir auf einem sehr guten Weg und hoffen euch ganz bald die gute Nachricht verkünden zu können – der Sekt steht schon kalt!

Wer aufmerksam unseren Newsletter verfolgt hat oder sich auf der Homepage schon mal unsere Idee angeschaut hat, weiß, dass sich unser Projekt vor einigen Monate mit der Einbeziehung der von uns „Karnaphöfe“ und „Kanalplatz“ getauften Neubauflächen in direkter Nachbarschaft der denkmalgeschützten Likörfabrik nochmal ein ganzes Stück gewachsen ist.
 Nachdem wir einige Monate damit geplant haben auf beiden Grundstücken Neubauten zu errichten, bat uns das Bezirksamt darum, das kleinere Grundstück der beiden wieder aus dem Konzept rauszunehmen. Denn der Stadt war aufgefallen, dass sie selber zu wenig Flächen für soziale Einrichtungen hat und diese Fläche (Karnaphöfe) für ein anderes Projekt nutzen möchte. Da wir feststellen mussten, dass die Neubauflächen tatsächlich keine Hilfe bei der Ausfinanzierung der Likörfabrik sind, sondern fast nur weitere Kosten auf uns zukommen würden, war es für uns relativ schnell entschieden, dass wir das „Karnaphöfe“ Grundstück abgeben und das größere Grundstück der beiden (Kanalplatz) behalten. Aus zwei Neubauten wird nun ein Neubau und wir haben in der Gruppe weniger damit zu kämpfen, die Flächen bespielt zu bekommen.

Apropos Gruppe: Im letzten Newsletter haben wir euch berichtet, dass wir uns intensiv mit unserer Gruppenstruktur beschäftigen und uns überlegen, mit wem und wie wir arbeiten und in Zukunft auch leben wollen.
 Aktuell arbeiten wir vorrangig an unserem Selbstverständnis. In diesem versuchen wir festzuhalten, was uns wichtig ist und wie wir miteinander und mit zwangsläufig aufkommenden Konflikten umgehen wollen. Weil uns auch hier schon die Einbindung aller Beteiligten wichtig ist, haben wir uns dazu entschieden, dass Selbstverständnis in einem Gruppenprozess zu erstellen und dabei so genau wie möglich zu sein.

Außerdem wollen wir mehr Leute werden und begeben uns langsam aber sicher auf die Suche nach Interessent*innen für die Gewerbeflächen. Doch dazu wird es, sobald es soweit ist noch mal eine separate Mail geben. Denn auch, wenn bei uns, was die zeitlichen Kapazitäten angeht gerade die Hütte brennt, ist es uns wichtig, dass wir in der Gruppe ein gute und konstruktive Arbeitsebene bewahren.

Wie geht es nächstes Jahr also weiter mit uns?

Je näher wir dem Kauf der Likörfabrik kommen, desto mehr müssen wir uns Gedanken machen, wie wir das ganze Projekt finanziell stemmen können. Unser größtes To Do ist also Werben und Geld für das Projekt sammeln. Das bedeutet konkret für uns und euch Direktkredite und Absichtserklärungen sammeln und ausfüllen, denn um das Projekt Li.fa realisieren zu können brauchen wir ca. 1-2 Millionen Euro. Macht euch also auf das Thema Direktkredite gefasst, wann immer ihr eine*r von uns über den Weg lauft. Falls ihr niemandem von uns demnächst sehen solltet, die Rettung der Likörfabrik und unser Projekt trotzdem unterstützen wollt, könnt ihr euch entweder direkt an [email protected] wenden oder uns bald mit einer Fördermitgliedschaft unterstützen. Denn wir sind kurz davor einen gemeinnützigen Förderverein zu gründen.

In einem älteren Newsletter haben wir euch schon mal von unserer Crowdfoundingkampagne erzählt. Diese war leider ein richtiger Schlag ins Wasser, da uns Paypal einen Strich durch die Rechnung gemacht und aus unerfindlichen Gründen unser Vereinskonto nicht verifiziert hat. Wir mussten die Kampagne deshalb schweren Herzens zurückziehen. Sobald wir jedoch unser Problem mit Paypal (endlich) geklärt haben, wird eine neue Kampagne mit dem gebührlichen Tam-Tam an den Start gehen.

Soweit erst mal zu unseren Neuigkeiten. Den nächsten Newsletter erhaltet ihr voraussichtlich Ende Januar.

Bis dahin wünschen wir euch allen schöne Feiertage und einen guten Jahresübergang. Auf, dass es euch gut gehen wird und ihr Gesund bleibt. Passt auf euch und andere auf.

Eure Li.fa‘s