Wer wir sind

Anfang 2019 haben wir uns als Gruppe zusammengeschlossen, um gemeinschaftlich ein gleichberechtigtes und selbstorganisiertes Leben mit kulturellen, politischen sowie sozialen und ökologischen Inhalten in einem Wohnprojekt zu verwirklichen.
Beim Suchen nach einem möglichen Haus, welches all unseren Anforderungen gerecht wird, sind wir auf die alte Likörfabrik im Harburger Binnenhafen gestoßen und waren direkt in die Gebäude mit ihrem einzigartigen Charme verliebt. Die vorderen zwei Wohnhäuser eignen sich perfekt für ein gemeinschaftliches Wohnen, bieten aber trotzdem die Möglichkeit auf Privatsphäre, wenn sie gebraucht wird.

Die zwei angrenzenden Hallen mit dem noch erhaltenen Schornstein und der Destille verfügen über ausreichend Platz, um eine kollektive Arbeitsstätte und einen Begegnungsort für die Bewohner*innen des Hauses und die Nachbarschaft zu errichten.
Aus diesem Grund arbeiten wir als Gruppe daran, dieses Gebäudeensemble im Harburger Binnenhafens vor dem Verfall zu retten und unsere Utopie von einem gleichberechtigten und selbst organisierten Leben zu verwirklichen.

Die Li.fa hat viele Gesichter – ein paar davon seht ihr hier.

Li.fa e.V.

Im Hausverein Li.fa e.V. sind alle Mieter*innen des Projekts organisiert. Er dient einzig und allein der Willensbildung der Hausgemeinschaft und vertritt deren Interessen als Gesellschafter in der Haus GmbH, die formal Eigentümerin der Häuser ist.

Der Hausverein entscheidet autonom über alle das Haus betreffenden Fragen wie Renovierung, Umgestaltung, Auswahl neuer Mieter*innen, Aufteilung der Fläche, Finanzierung etc.. Nur bei grundlegenden Fragen wie dem Verkauf oder der Reprivatisierung hat das Mietshäusersyndikat über die GmbH ein Mitsprache recht. Dieses Konstrukt dient dazu solche Vorgänge zu verunmöglichen. Das Haus ist dauerhaft dem Profitorientierten Wohnungsmarkt entzogen und bleibt für immer in der Hand der Mieter*innen.

Das Mietshäuser Syndikat

Für unser am Gemeinwohl orientiertes Vorhaben ist insbesondere das Modell des Mietshäuser Syndikat e.V. interessant. Dieses Modell stellt ein Netzwerk von aktuell über 140 Hausprojekten (Hausvereinen) und weiteren Initiativen dar. Alle Hausprojekte, die sich im Mietshäuser Syndikat zusammenschließen werden nach demselben Modell realisiert.

Der entsprechende Hausverein (bestehend aus den Mieter*innen) gründet mit dem Mietshäuser Syndikat GmbH eine sogenannte Haus-GmbH. Der Gesellschaftsvertrag regelt, dass der Hausverein (Li.fa) alle Entscheidungen selbstständig trifft, die Mietshäuser Syndikats GmbH hat lediglich bei Verkauf, Umnutzung und Gewinnverwendung Mitsprache.

Dadurch werden zwei Ziele realisiert. Zum einen bleibt das Hausprojekt und damit die Nutzer*innen (der Hausverein) unabhängig. Auf der anderen Seite wird durch das Vetorecht des Mietshäuser Syndikat GmbH verhindert, dass die Gebäude reprivatisiert werden können. Diese werden somit dem Immobilienmarkt entzogen, wodurch langfristig gleichbleibende Mieten garantiert werden. Die Haus-GmbH wird so zum ökonomischen Arm des Hausvereins Li.fa und ist trotzdem an die strengen Vorgaben der Vereinssatzung gebunden.

Durch das Mietshäuser Syndikat können wir zudem auf ein großes Netzwerk an „Know How“ und Spezialist*innen zurückgreifen, um das Projekt zu verwirklichen. Bis zum Beitritt und zur Gründung einer entsprechenden Trägerorganisation erfolgt der Betrieb des Projekts durch den dafür gegründeten Verein Li.fa e.V.. Dieser soll auch als rechtlicher Rahmen für die Initiative zum Erhalt der Hilke Häuser fungieren und ist ebenfalls Verhandlungspartner*in der Stadt